Wort-Gottes-Feier

„Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17) Die Kirche muss sich an diesem Wort des Apostels Paulus immer wieder messen. Sie tut dies in unterschiedlichsten Gottesdienstformen. Neben der Messe und Tagzeitenliturgie (Stundengebet) tut sie dies in der eigenständigen Form der Wort-Gottes-Feiern. Dort geschieht auch das, wovon die Würzburger Synode gesprochen hat: In der Wort-Gottes-Feier hören die Gläubigen Gottes Wort, durch das sie Weisung und Stärkung erfahren und geben darauf ihre Antwort in Gebet und Zeichen.

In Jesus Christus ist Gottes Wort Fleisch geworden. Ihn feiern wir, wenn wir sein Wort hören. Feier des Wortes Gottes heißt: Dieses Wort steht im Mittelpunkt; alles dreht sich um dieses Wort. Dieses Wort bringt Freude, es tröstet und befreit. Das Zusammenspiel von Wort, Gebet und Gesang lässt immer neu eine Gemeinschaft erleben, in der Gottes Reich aufscheint. Aus Zuhörenden wird eine Heilsgemeinschaft derer, die sich vom Wort Gottes ergreifen lassen und aus seiner Kraft leben.

Dafür brauchen wir Menschen, die eine solche Feier vorbereiten und leiten. Diese werden vom Bischof für diesen Dienst beauftragt.

„Für eine Gemeinde ist es wichtig, dass sie sich an Sonn- und Feiertagen versammelt, auch wenn keine Messfeier stattfinden kann. Der Teilnahme an einem sonn- und feiertäglichen Gemeindegottesdienst ohne priesterliche Leitung in einer Gemeinde, in der an diesem Sonn- und Feiertag keine Messe gefeiert werden kann, entspricht dem Sinn der Sonntagspflicht. (Richtlinien zur Fier von Gemeindegottesdiensten an Sonn- und Feiertagen im Bistum Aachen, 29.09. 2001)