Firmung

Die Firmung ist ein Sakrament der Stärkung und Geistsendung. Sie vervollständigt in gewisser Weise die Taufe. Die Firmung richtet sich vorwiegend an junge Menschen in der Orientierungsphase, die damit einen bewussten Schritt in die katholische Kirche machen möchten, um ihre, in der Taufe grundgelegten Wurzeln, zu vertiefen.

Ab 14 Jahren ist man hierzulande vor dem Staat religionsmündig, das heißt ein Jugendlicher kann selbst über seine Kirchenzugehörigkeit oder z.B. die Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden.  Genau das richtige Alter also, um sich im Austausch mit anderen über den eigenen Glauben und den Sinn des Lebens Gedanken zu machen.

Dem Empfang des Firmsakramentes geht bei uns ein sechsmonatiger Vorbereitungskurs voraus. Zur Teilnahme legen wir Wert darauf, dass die Jugendlichen 15/16 Jahre alt sind und eine bewusste, persönliche Entscheidung treffen.

In der Regel schreiben wir jahrgangsweise alle Jugendlichen unserer Gemeinschaft der Gemeinden an und informieren über den Start der Vorbereitungszeit. Wir beginnen  im Januar, so dass vor Anfang der Sommerferien der Firmtermin stattfindet.

In der Vorbereitungszeit geht es um die Auseinandersetzung mit Themen des Glaubens, ein Kennenlernen spiritueller Formen und Beleben einer religiösen Praxis, um auch im Alltag christliche Werte zu leben. Die monatlichen Treffen (meist an Samstagen) schließen den gemeinsamen Gottesdienstbesuch mit ein. Neben der Leitung, die in Händen von Gemeindereferentin Christina Bettin und Pfarrer Michael Röring liegt, bringen sich  engagierte Katechetinnen und Katecheten  als Gesprächspartner  ein.

Wir bieten zwei Firmfeiern an: eine im Wickrather Teil unserer Pfarreien und eine im Odenkirchener Teil. Das Firmsakrament spendet der Bischof oder einer seiner Weihbischöfe.

Wenn man die Firmung nicht als Jugendlicher empfangen hat, kann man sich auch später jeder Zeit bei uns melden und nach vorbereitenden Gesprächen an der Erwachsenenfirmung im Aachener Dom teilnehmen, die einmal im Jahr (im November) gespendet wird. Mancherorts (vorwiegend in Polen, Italien, Spanien oder Portugal) wird zur kirchlichen Trauung auf einen Firmnachweis Wert gelegt. 

Die Taube symbolisiert den Heiligen Geist, der den Gläubigen in der Firmung zugesprochen wird. (Sakramentenfenster in St. Antonius Wickrath)
Die Taube symbolisiert den Heiligen Geist, der den Gläubigen in der Firmung zugesprochen wird. (Sakramentenfenster in St. Antonius Wickrath)